FASD 

Die Fetale Alkohol-Spektrumstörung - kurz FAS oder FASD - ist eine vorgeburtliche neurologische Schädigung, die durch das Teratogen Alkohol entstehen kann.  Jede Alkoholmenge - auch der Champagner am Hochzeitstag - kann diese Schädigung in unterschiedlicher Schwere auslösen. Im Hochkomsumland Deutschland sind nachweislich 2 % der Bevölkerung betroffen. Darüber hinaus müssen wir leider von einer sehr viel höheren Dunkelziffer ausgehen. Gerade in der Mittel- und Oberschicht und unter Akademikern wird FASD sehr häufig noch versteckt, z.B. hinter der Diagnose AD(H)S.

Betroffen sind nachgewiesen 2 % der Kinder in Deutschland - nach konservativer Expertenschätzung ist von 5 % der Kinder auszugehen. Demnach haben nachweislich 320.000 Kinder in Deutschland und ca. 1,4 Mio. Erwachsene mit den Folgen des Alkohols-Konsums in Schwangerschaft zu kämpfen

FASD ist nicht heilbar und wächst sich auch nicht aus. Wir wissen heute, dass die Mehrheit der Betroffenen ein Leben lang Hilfen benötigt.
Dabei ist die frühe und richtige Diagnosestellung oft entscheidend für die weitere Entwicklung und das weitere Leben der Betroffenen.

Eine frühe Diagnose und passgenaue Hilfen sind starke Ressourccen, die den Verlauf der Behinderung positiv beeinflussen können.